
Vorab: Radiohead sind wieder da! Man kann wieder in manchen Stücke eine Gitarre hören! HURRA! Und zudem gibt es wieder Interviews und Videoclips! Doppeltes HURRA! Und liefern mit HTTT wieder ein etwas leicht verdaulicheres Album an:
"Hail to the thief" beginnt mit dem Stück "2+2=5" , welches einem durchaus auch mal in einer Disco begegnen könnte. Nach einem sehr ruhigem Part, donnert das elektronische Schlagzeug hinter Yorke's Stimme her. Einfach ein gigantisches Stück, was sich an den Herrn President Bush richtet. Danach das leicht verträumte "Sit down, stand up" wieder elektronik, irgendwie wirkt das Stück doch unscheinbar auf der Platte. Als drittes Lied kommt "Sail to the moon", wie Yorke schon angekündigt hatte, wurde dieses Album teilweise durch Kindergeschichten inspiriert. Das Stück wird eigentlich nur von einem Piano, dem Schlagzeug und Yorkes Stimme getragen. Auch irgendwie reichlich unspektakulär, wenn man an den "Pyramid Song" denkt.
Mit Backdrift wird es wieder typisch Radiohead elektronisch. Ein gutes Stück Musik. "Go to sleep" hört sich an wie aus alten OK Computer Tagen. Eine akustische Gitarre, ein Schlagzeug, etwas elektronische Spielereien im Hintergrund, that's it! Dann nimmt das Blatt eine Wendung: "Where I end and you begin" und das scheint eines der besten Radioheadstücke zu sein, die es jemals gab. Wunderschön, verträumt, führt uns dieses Lied weit weg und bringt einen nicht so schnell wieder ins hier. "We suck young blood" wunderbar gequältes Stück, erinnerte mich leicht an "Talk Show Host" Mit "The gloaming" befinden wir uns wieder im Kid A Zeitalter, elektronische Spielereien und Yorke! Diese Stimme einmalig. "There,There" die Vorab-Single scheint nicht schlecht, wirkt aber auch irgendwie nicht wirklich richtig am Platze "I will" ist nur zwei Minuten lang und fällt daher kaum auf, genau wie "Scatterbrain" Myxomatosis ist wieder stark elektronisch und kommt bitterböse daher. "A punchup at wedding" ist dann wieder wunderschön und schließt mit "A wolf at the door" das Album wunderbar ab.
Das Album wirkt wie eine Art Radiohead Best of. Nicht schlecht, was die Band hier abgeliefert hat. Jedoch leider nicht wirklich wieder ein Meilenstein wie Kid A oder OK Computer. Daher:
8/10