arte und die Musik mal wieder...
  • Ab 28. Juli gegen 23 Uhr heißt es an fünf Donnerstagen bei ARTE: Jetzt kommmt Pop/bsession.
    Dokureihe über die Instrumente und Instrumentalisten des Rock und Pop – über Leidenschaft und Virtuosität, über die Verführung von Musiker und Publikum. Eine vielschichtige, reflektierte, unterhaltsame und populäre „Pop-Session“ in 5 Teilen, 5 Kapiteln, 5 musikalischen Welten!


    POP/BSESSION Session 1
    „While My Guitar Gently Weeps“
    Autor: Tom Theunissen
    Ausstrahlung: ARTE, Donnerstag, 28.07, 23.20 Uhr

    Ein Film über Gitarre und Bass – und somit auch über Gitarristen und Bassisten, die Musikgeschichte geschrieben haben und der Rock- und Popmusik ihren einzigartigen Sound bescherten. Gleich der erste Film wartet mit einer Sensation auf: Les Paul, der Godfather aller E-Gitarristen, erklärte sich zum Pop/bsession-Interview bereit - exklusiv für’s ARTE-Publikum. Auf sein Spiel beziehen sich annähernd alle großen Rockstars der Gitarre, von Eric Clapton bis Jimmy Page.

    Das bildet den Ausgangspunkt einer mitreißenden Erzählung, die quer durch die Geschichte des Rock’n‘Roll, Beat, Punk, Grunge und Hardrock führt und bei zurzeit angesagten Gitarrenbands wie Maximo Park endet.

    Sie ist eine gequälte Kreatur: Aber am Ende dieses Films wird es nicht die Gitarre alleine sein, deren Saiten geschlagen, gedehnt und gezerrt wurden, die zerstört, in Brand gesetzt und zum Kreischen, Heulen oder Jammern gebracht wurde... Auch die Instrumentalisten zahlen ihren Preis für ihre lebenslange, virtuose Beziehung zu diesem Instrument. Kein Instrument hat eine so körperliche Ausstrahlung wie die Gitarre oder der um Kilos schwerere Bass. Der Bogen der aufopferungsvollen Musiker reicht von der tinnitusgeplagten Michael-Jackson-Lasergitarristin Jennifer Batten über den mit inzwischen verschieden großen Händen ausgestatteten Bassisten Hellmut Hattler (KRAAN, TabTwo) bis zum - im Sinne des korrekten Rockabilly - von Kopf bis Fuß durchgestylten Stray Cat Lee Rocker. Bei Bootsy Collins kommt der Groove vom Herzen, bei Frankreichs Rockstar Louis Bertignac (Telephone) aus dem Bauch und der Jazzmagier Pat Martino hat seinen Kopf nach einer Totalamnesie gleich zweimal zum Gitarrelernen benutzt. Ob Metal-Gott Zakk Wylde in der Tat auf dem Griffbrett masturbiert, wird zu erfragen sein, während Sonic Youth allein dem Instrument Schmerz zufügen... Die verschiedenen Musikstile liefern stets neue Perspektiven auf ein- und dasselbe Instrument, vom solierenden Egomanen bis zum dienenden Teppichknüpfer im Hintergrund der Bühne.

    Das perfekte Abbild eines Lebens mit der Gitarre schließlich bietet der Erfinder des elektrisch verstärkten Spiels: der 90jährige Les Paul kriecht noch immer einmal wöchentlich auf die Bühne eines New Yorker Jazzclubs, ein Arm in Spielposition versteift, Rheuma und Hörgeräte ignorierend und in´s Spiel integrierend. Das lebende Denkmal des Sound bildet die Rahmenhandlung zu einer Geschichte voller Lust und Schmerz.
    Das alles und noch viel mehr ist zu sehen in Folge 1 von Pop/bsession: „While My Guitar Gently Weeps"


    Wen es nicht interessiert der möge doch bitte nichts hier reinschreiben. Alle anderen können sich gerne dazu aus lassen und Tipps geben, wann wo arte mal wieder tolle Musik zeigt.

    Heute abend kommt übrigens auch mal wieder tracks auf arte. Sollte man sich auch zu Gemüte führen 8) :D :)
  • hey, danke fuer den tv tipp. wenn ichs schaffe werd ichs mir zu gemüte führen, die zeigen ja sogar etwas ueber sonic youth wie es hier steht.
    tracks guck ich auch manchmal, leider zu wenig rock-mucke dort, aber dort geht es halt um alles an musik was grad so gefragt ist, auf jedenfall empfehlenswert.
  • moin,
    ich werds aufnehmen :)
    danke kurt!
  • SPIRSH schrieb:

    tracks guck ich auch manchmal, leider zu wenig rock-mucke dort, aber dort geht es halt um alles an musik was grad so gefragt ist, auf jedenfall empfehlenswert.


    Naja, geht so... die letzte dreimal wo ich es geschaut habe, waren dann Beiträge zu NIN, Melvins und Queen Adreena und das lässt sich aushalten find ich ^^ :)
  • ich habs doch nich aufgenommen, war zwar ganz interessant, aber nichts, was man öfters gucken müsste.
  • heute kam ne ziemlich gute doku über louis amstrong. hab leider nur die letzte halbe stunde gesehen...
  • Gestern Nacht um 1:10 Jazzline auf dem WDR... mit nem Konzertausschnitt von John Coltrane wenn ich das richtig gelesen habe... Heute morgen inner Fernsehzeitung }:-@ Naja, vielleicht wird es ja wiederholt... Hat es wer gesehen?
  • Verf***** Sch****!
    }:-@ }:-@ }:-@ }:-@ }:-@ }:-@
    Und ich habe es nicht gesehen!!!!!



    Naja, unter JazzSommer kann man noch mehr sehen, was so demnächst jazzmäßig kommt. John Coltrane ist auch dabei... :) Es steht auf jeden Fall noch viel an 8)

    Pobsession ist jetzt in nächster Zeit nicht mehr so interessant (find ich) aber Folge 5 hört sich schon wieder gut an.

    25.08.05 - 23.30 : Popobsession 5
    Killing me softly

    „Killing me softly“ ist ein Film über den Körper als Instrument, über die Stimme. Quer durch alle Stilrichtungen folgt „Pop/bsession“ dem Klang der Stimmbänder und lässt Kehlköpfe vibrieren. Frankreichs Mega-Star Benjamin Biolay kommentiert das Verhältnis von Text, Ausdruck und stimmlichen Fähigkeiten ebenso wie Schlager-Legende Gitte, deren Ausflüge in den Jazz ihr gleich zwei Arten von Publikum bescherten. Janis Joplin, Barbra Streisand, Aretha Franklin, Annie Lennox , Mariah Carey, Johnny Cash, Johnny Rotten, Curt Cobain, Elvis Presley, Meat Loaf, Bono – diese und noch viel mehr großen Stimmen der Rockgeschichte bringt „Pop/bsession“ zu Gehör. Diane Warren, die unter anderem „Unbreak my heart“ für Toni Braxton schrieb, klärt auf über die Tricks beim Schreiben der ganz großen Balladen – und die Voiceboxes auf Björks aktuellem Album sorgen für ungewohnten Sound in Folge 5 von „Pop/bsession“: „Killing me softly“ ....


    Die Stimme – ein Instrument wie alle anderen? Keineswegs. Hier musiziert der menschliche Körper, kein anderes Medium steht zur Verfügung. Die Stimme ist das menschliche Ausdrucksmittel schlechthin: Nicht nur Töne, Laute, Noten werden ihr entlockt. Sie transportiert auch Sinn und Seele am direktesten, und sie kann in Worte fassen, was Instrumente sonst nicht sagen können.
    Am Instrument Stimme scheiden sich die Geister: Der eine lässt nur geschulten Gesang gelten, der nächste huldigt dem ursprünglichen Ausdruck, wieder ein anderer hört nur dort einen Sinn, wo Text-Botschaften vermittelt werden sollen.

    Gesangslehrerin Mama O vom Music Institute Los Angeles bringt es so auf den Punkt: „Es kommt nicht darauf an, was für einen Stimmenumfang du hast, sondern wie du es rüberbringst.“ Denn zur reinen Beherrschung des Instruments kommt der Sinn des Gesungenen. Bob Dylan – wäre er ohne seine Texte auch so bedeutend? Adam Green gibt Antwort und zeigt, was er heute aus dessen Erbe macht. Schlagerstar Gitte Henning, ewig als Schlagertussi verschrien, wechselte zum Jazz, als die deutsche Weichspüler-Texte sie anfingen zu langweilen. Ist Imagewechsel immer ein Erfolgsgarant? Bei Angie Stone jedenfalls hat es funktioniert: einst „first female rapper“, ist sie heute die „New Queen of Soul“ – nicht nur laut NY Times.
    Doch wer eine „große“ Stimme hat, ist doch reine Geschmackssache. Oder eben doch nicht? Haben nur Chaka Khan und Connor Oberst (Bright Eyes) eine Glaubwürdigkeit im Musikzirkus, oder darf sich Britney aufs gleiche Podest stellen? Würden heute noch Tausende an Joan Baez’ Lippen hängen oder trifft nur die goldbehangenen HipHop-Kehle eines Nelly noch in Hirn und Herz?
    Pop hin, Rock her: Egal in welchem musikalischen Genre Künstler sich austoben – was sie dazu bringt, was sie singen, wie sie es singen und warum – „Pop/bsession“ sucht und findet Antworten. Selbst die Hohepriester des klassischen Gesangs spitzen die Ohren, wenn Opern-Diva Barbara Hendricks von Sopranstimmen und Tom Waits erzählt – und das in einem Atemzug.

    Die aktuell mit Lobeshymnen überschütteten Gitarrenrocker Maximo Park stehen fürs Miteinandermusizieren einer Band und wissen, wieso der Sänger immer das „Front-Schwein“ der Gruppe ist. Alt-Punk Billy Idols Leidenschaft zur Musik trieb ihn in die Drogenwelt, während Frankreichs Chançon-Barde Benjamin Biolay der nervenaufreibendem Alleingang als Solo-Act Droge genug ist.
    Die letzte Gelegenheit zum Hinschauen und Zuhören bietet bei Folge 5 von „Pop/bsession“: „Killing me softly“.
  • arte ist wohl der sonic youth-liebenste sender der welt :) innerhalb der letzten 5 male "arte-tracks" hab ich 3 mal den thurston und 2 mal die kim gesehen. ich hab jetzt übrigens auf VHS wie mr. moore auf nem noise-festival situationskomik vom feinsten bietet. herrlich, der mann.
  • wann kommt'n eigentlich tracks immerß?? irgendwie hab ich das im letzten jahr gar nich mehr gesehen...obwohl ichs immer gern geschaut hab
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Alles rund um Sonic Youth und andere gute Musik (Noise).